Montag, 12. Juni 2017

Surfen in der Stadt Zürich
Ein besonderes Erlebnis


Zürich, 11. Juni 2017


Mit dem Zug fahren wir bis nach Zürich Hardbrücke. Zu Fuss sind es nur noch wenige Minuten bis zur Citywave. Eine lange Holztreppe führt uns ins Surf-Paradies. Da ist sie, die Citywave.
Surfen in Zürich eigentlich unvorstellbar. Wer hätte das gedacht. Mein Sommer kann beginnen.

Die Morgensonne brennt auf meiner Haut und das rauschen der Surfwelle übertönt den Kommentar meines Vaters, der mich begleitet. Sofort denke ich an die schöne Zeit, die ich mit ihm und meinem Surfbrett auf Fuerteventura verbrachte. Das Surfen während des Sunnsets hat mir sehr gut gefallen.

Die Surfwelle befindet sich direkt neben „Frau Gerolds Garten“. Das ist eine urbane grüne Insel mit Erlebnis Gastronomie inmitten der Stadt. Der Prime Tower, ein 126 Meter hohes imposantes Glasgebäude, ist gleich nebenan.

Tanja Angst (26), ist Mitorganisatorin dieser Welle, empfängt mich herzlich neben der Beach-Bar. Zum Interview gehen wir auf eine kleine Plattform, optimal um eine gute Übersicht auf das ganze Areal zu haben. Auf der kleinen Plattform hat es eine Lounge mit einem schattenspendenden Sonnenschirm und einer grossen Palme. Verschiedenfarbige Kissen und romantische Beleuchtung darf natürlich bei einer gemütlichen Lounge nicht fehlen.


Gute Musik läuft im Hintergrund und die erste „Surfsession“ ist schon in vollem Gange. Die meisten Surfer sehen sehr easy auf der Welle aus. Es hat auch Anfänger dabei. „Das Surfen auf der Citywave ist nicht vergleichbar mit dem Surfen auf dem Meer, da das Wasser von vorne und nicht von hinten kommt. Darum haben wir diese Art von Surfen Urban Surfing benannt. Wir sehen es als eine andere und neue Sportart.“, erklärt mir Tanja.

Viele Besucher schauen den Surfern zu. Die Wave ist viel kleiner, als ich es mir vorgestellt habe. „Am Anfang wurde 25 Stunden Wasser eingelassen. Die Welle funktioniert mit einem Pumpsystem“, erklärt mir Tanja beim Interview.

An der Bar bestellen mein Vater und ich ein kühles Getränk. Alle sind gut drauf, und das „Surfvolk“ ist sehr cool und hipe. Ein Surfer den ich beobachte, hat es voll im Griff. Er macht Tricks mit dem Surfboard, die ich bis jetzt noch nicht kannte. Zum Spass haben mein Vater und ich ihn „Der Wellenchef“ genannt.


Kurz gesagt, ich befinde mich in meiner Traumwelt, würde am liebsten ein Surfbrett packen und los Surfen.
Es gibt hier so viele Sachen zu sehen, dass ich kaum aus dem Staunen herauskomme. Dabei beobachten wir vor allem die Bretter der Surfer, wie sie mit verschiedenen Aufklebern und Farben verziert sind.


Ein junger Typ kommt auf die Plattform der Citywave. An der rechten Schulter hängt eine Tasche mit seinem Surfbrett . In der linken Hand sein Skateboard. Sein Outfit... Vans, Badehose, Hemd und Sonnenbrille. Eigentlich echt cool! Mit aufgesetzter Sonnenbrille und lockerem Handschlag begrüsst er seinen Dude. 

Am Rande der Citywave hat es viel Werbung. Auf der Längsseite des Beckens ist es sehr nass. Immer wenn die Surfer einen Turn machen, spritzt es über den Beckenrand heraus.

Citywave ist ein sehr grosser Begriff und kommt ursprünglich aus Deutschland. Dort wurde die Welle erfunden und als Citywave benannt. In der Schweiz haben wir zwei Inhaber der Citywave. Diese haben die Welle von den Erfindern aus Deutschland gekauft.“, erzählt Tanja Angst.

Ich finde, die Citywave ist eine fantastische Sache. Die Welle hat viele Vorteile. Ein Flug nach Portugal, Spanien, Kalifornien oder Hawaii ist nicht mehr nötig, das Surfparadies ist für 4 Monate in Zürich stationiert. Hoffentlich kommt die Citywave nächstes Jahr wieder nach Zürich.
Wir hoffen es ganz fest können wir die Citywave nächstes Jahr wieder organisieren“, hofft Tanja, „Es ist nicht ganz einfach mit der Standortsuche da es eine grosse Anlage ist, die viel Platz braucht. 30X30 Meter brauchen wir jedenfalls.“

Mir fällt auf, dass ein gutes Outfit nicht alles bedeutet. Ein Surfer gefällt mir sehr gut. Er hat halblange Haare, eine gute Figur und er trägt coole Badeshorts. Alles scheint perfekt an ihm, der muss gut Surfen können. Aber OMG! Er kann sich kaum auf dem Brett halten und schon spült ihn die Welle nach hinten weg. Er hat aber ein Lachen im Gesicht und scheint viel Spass zu haben.

Und mir kommt plötzlich in den Sinn, um was es beim Surfen eigentlich geht.


The best Surfer out there is the one having the most fun!“
-Phil Edwards






Tanja Angst, ist 26 Jahre Alt und kommt aus Zürich. Ihre berufliche Laufbahn hat sie in Oerlikon(ZH) als Coiffeuse gestartet. Danach reiste sie nach Kanada, um besser Englisch zu lernen. Nach dem Aufenthalt in Kanada, zog sie in die Schweiz zurück. In der Schweiz arbeitete sie im Online Shop Mavericks. Der Job bot ihr die Möglichkeit, noch tiefer in die Boardszene einzutauchen.
Sie wollte Frauen finden, die mit ihr die Leidenschaft zum Skateboarden, Snowboarden und Wakeboarden teilten. Deshalb gründete Tanja www.chixxsonboard.ch


ChixxsOnBoard gehört zu der grössten Girls Community der Boardsportszene in der Schweiz, sie bringt junge Frauen zusammen ihre Leidenschaft zu teilen in Sportarten, in denen bislang die Männer dominierten.

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